Tag 10: Nach oben gucken – 30 Tage-Achtsamkeits-Challenge

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Kopf hoch

Ich habe eine Freundin, die in Köln lebt. Die erzählte mir, dass vor einiger Zeit eine Gruppe von Architekten den Schriftzug „Blick heben“ an verschiedenen Stellen der Stadt auf die Straße gedruckt haben.

Der Grund ist ganz offensichtlich: man wollte die Menschen in der Stadt dazu bewegen, nach oben zu schauen und mehr von der beeindruckenden und vielfältigen Architektur der Stadt wahrzunehmen. In der heutigen Zeit erwischen wir immer mehr  Passanten mit dem Blick auf dem Handy bzw. dem Smartphone. Es scheint so zu sein als wäre es lebensnotwendig, ständig über die Geschehnisse in der Welt informiert zu sein, von Freund*innen auf dem Laufenden gehalten zu werden oder die neusten Trends zu verfolgen.

Schauen Sie doch heute auf dem Weg ins Büro (falls Sie nicht im Home-Office sind), wenn Sie einen Spaziergang machen oder Zuhause aus dem Fenster gucken öfter mal nach ganz oben.

Wie sehen die Dächer der Gebäude aus? Welche Formen haben die Baumwipfel, die Wolken? In welcher Farbe erscheint Ihnen der Himmel?

Versuchen Sie es. Gucken Sie sich Ihre Umwelt so an, als würden Sie sie zum ersten Mal sehen. (Das nennt man übrigens „Etwas mit dem Anfängergeist betrachten“). Im Achtsamkeitstraining geht es eben auch darum, möglichst viel von dem, was um uns herum geschieht, wahrzunehmen. So wie es in dem Moment gerade ist.

Sie werden vieles neu entdecken und spüren, dass es auch für Ihre Haltung gut ist. Denn wir haben uns angewöhnt, mit geneigtem Kopf und hochgezogenen Schultern durch die Gegend zu laufen. Wenn der Kopf wieder öfter nach oben gezogen und die Schultern entspannt werden, dann haben wir eine viel bessere Körperhaltung. Ein aufrechter Gang überträgt sich positiv auf unsere Stimmung.

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