Tag 11: Gehmeditation – 30 Tage-Achtsamkeits-Challenge

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Gehmeditation

Für eine Weile können wir unsere Gedanken auch zum Stillstand, wenn wir eine Gehmeditation durchführen. Perfekt wäre es natürlich, wenn diese Draußen im Freien durchgeführt wird. Aber auch Zuhause, in einem geschlossenen Raum an einem ungestörten Ort ist das möglich.

Die Gehmeditation mag im ersten Moment wahrscheinlich befremdlich sein, aber probieren Sie sie heute einfach aus, denn die Gehmeditation ist eine gute Methode, um den Geist zur Ruhe zu bringen. Das Beste ist: Sie kann zu jeder Zeit und überall praktiziert werden.

Habe ich Sie neugierig gemacht?
Dann lesen Sie sich den unten stehenden Text durch und sprechen ihn sich dann am besten laut vor. Vielleicht können Sie die Worte auch aufnehmen und im Anschluss dann abspielen? Es ist einen Versuch wert. Starten Sie heute mit

„Suche dir einen Platz in diesem Raum, an dem du gerne starten möchtest.

Deine Füße stehen hüftbreit nebeneinander und parallel zueinander. Deine Knie sind leicht gebeugt. Lass die Arme locker an den Seiten herabhängen, deinen Blick weich werden und schaue geradeaus.

Gehe zuerst in deinem normalen Tempo. Du kannst nach und nach dein Tempo verlangsamen und dadurch die Empfindungen beim Gehen bewusster werden lassen. Wenn du unruhig bist, gehe am Anfang der Meditation schneller und verlangsame das Tempo mit der Zeit.

Verbinde dein Gehen mit einem Lächeln. Dadurch verstärkst du beim Gehen dein Gefühl von Ruhe und Leichtigkeit.

Du musst nicht auf deine Füße schauen. Deine Füße wissen, was sie zu tun haben.

Richte nun dein Bewusstsein auf deine Fußsohlen und nimm die körperlichen Empfindungen in den Füßen wahr, die den Boden berühren. Fühle das Gewicht deines Körpers, das durch die Beine zu den Füßen und dann weiter zum Boden weitergeleitet wird.

Habe jetzt die linke Ferse langsam vom Boden ab und achte dabei auf die Empfindungen im Wadenmuskel.

Fahre damit fort, den gesamten linken Fuß langsam vom Boden abzuheben, während sich dein Gewicht auf das rechte Bein verlagert. Es kann sein, dass der rechte Fuß, der Knöchel und das Bein dabei etwas wackelig sind, denn sie müssen das Gewicht des ganzen Körpers ausbalancieren.

Bewege nun deinen Ganzen linken Fuß  und das ganze linke Bein langsam und vorsichtig nach vorne, wobei du dich auf die Empfindungen im Fuß und Bein konzentrierst.

Setze die linke Ferse auf dem Boden ab. Es sollen kleine Schritte werden. Setze den kompletten linken Fuß auf dem Boden ab. Spüre das Gewicht deines Körpers, während er sich auf das linke Bein verlagert und sich die rechte Ferse nun vom Boden abhebt.

Wenn dein gesamtes Gewicht auf dem linken Bein und Fuß liegt, hebe den kompletten rechten Fuß vom Boden ab. Bewege dabei den rechten Fuß langsam nach vorne und nimm dabei die sich verändernden Empfindungsmuster wahr.

Richte deine Aufmerksamkeit gezielt auf die rechte Ferse, wenn diese den Boden berührt.

Sei dir bewusst, wie sich das Gewicht beim vorsichtigen Absetzen des rechten Fußes du Anheben der linken Ferse auf den gesamten rechten Fuß verlagert.

Beweg dich auf diese Weise langsam, einen achtsamen Schritt nach dem anderen von einem zum anderen Ende des Raumes und sage zu dir selbst: „Ich gehe und bei jedem Schritt atme ich ruhig ein und aus.“

Sei dir der Empfindungen an der Unterseite deiner Füße bewusst, wenn sie Kontakt mit dem Boden aufnehmen.

Genieße jeden deiner Schritte.

Geh auf diese Weise auf und ab und bleibe so gut du kannst im Bewusstsein der gesamten Erfahrung des Gehens von Augenblick zu Augenblick.

Wenn du feststellst, dass dein Geist von den Empfindungen des Gehens abgekommen ist, dann führe den Schwerpunkt deiner Aufmerksamkeit zurück zum Gehen. Wenn dein Geist zu unruhig ist, dann halte einen Moment inne. Bleibe stehen, verbinde dich mit deinem Atem bis Körper und Geist sich wieder gefangen haben.

Gehen und Atmen.

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